EL SANTO DE SANTA FE


EL SANTO DE SANTA FE

Joaquín Horna Dolande, Panama / Kolumbien, 2026, Dokumentarfilm
BUCH Joaquín Horna Dolande | KAMERA Christian Bradford und Jaime Chung | SCHNITT Joaquín Horna Sosa und Martín Contreras | TON, MUSIK Richard Córdoba | MIT Juan Serrano, Edilma Gallego, Nubia Gallego, Jacinto Peña, Alejandro Vásquez, Rosa Rodríguez, Geomara Guerra
104 min | Farbe, span. OmeU, DCP

2017 stößt der kolumbianische Journalist Juan Serrano auf die Geschichte von Pater Héctor Gallego, der 1971 in einem abgelegenen Dorf in Panama spurlos verschwand. Was als Recherche beginnt, wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Gemeinsam mit den Schwestern des Priesters, Edilma und Nubia, rekonstruiert Serrano das Leben eines Mannes, der sich in den Bergen von Santa Fe für die Rechte der Campesinos einsetzte – und dafür einen hohen Preis zahlte.

In Santa Fe trifft Serrano auf Bauern, die sich seit Jahrzehnten jedes Jahr am 9. Juni versammeln, um an den Mann zu erinnern, der ihr Leben veränderte. Gallego wurde geschlagen und eingekerkert, seine Hütte wurde niedergebrannt – doch er blieb. Er gründete Genossenschaften und ermutigte die Campesinos, für ihre Rechte einzustehen. Damit stellte er sich gegen ein System, das über Generationen von Ausbeutung geprägt war.

1999 reist Edilma nach Panama, um die sterblichen Überreste ihres Bruders zu identifizieren. Ein Zeuge hatte sie zu einer Grabstelle geführt; Knochen und Kleidung schienen zu passen. Doch die DNA-Analyse bringt Gewissheit: Die Überreste gehören einem anderen Vermissten. Edilma kehrt nie nach Kolumbien zurück. Serranos Film folgt ihrer jahrzehntelangen Suche nach der Wahrheit und erzählt von der Erinnerung an einen Mann, dessen Wirken bis heute in den Bergen von Santa Fe weiterlebt.