LOS IMAGINARIOS
Javier Borrayo, Guatemala, 2025, Spielfilm
BUCH Javier Borrayo | KAMERA Byron Marmol, Javier Borrayo | SCHNITT Javier Borrayo | TON Alex Hentze, José Vasquez, Tiago Cardoso, Dinis Henriques | MUSIK Eike Hosenfeld | MIT Jonathan Santandrea, Diego Arango, Michelle Guillén, Paola Figueroa, Alicia Roxana Mucú, Regina Bonifasi, Ana Jacobo, Pamela Barneond, Byron Cazali, Mónica Sánchez
115 min | Farbe, span. OmeU, DCP
Seltsame Objekte erscheinen am Himmel, doch die wahre Offenbarung geschieht im Inneren. Eine Gruppe junger Menschen setzt ihren Alltag fort, während sich in ihrem Inneren leise etwas zu zersetzen beginnt. Was zunächst wie ein äußeres Phänomen wirkt, entpuppt sich als Spiegel des Menschlichen: Der Geist, fragil und zugleich expansiv, versucht die Geschichten zu halten, die dem Dasein Sinn geben. Während das Leben weiterläuft, sickert das Unsichtbare in das Alltägliche ein und legt die Risse offen – zwischen Realem und Imaginärem, zwischen Stabilität und Kollaps.
Regisseur Javier Borrayo erkundet die psychische Gesundheit aus einer spekulativen Perspektive, in der jeder Bruch zugleich eine Öffnung ist. Im Übergang zwischen Euphorie und Leere, zwischen Klarheit und Verlust durchlaufen die Figuren eine innere Reise, die die Grenzen des Ichs verwischt. Eine Erinnerung daran, dass jeder Geist in seinem Versuch zu verstehen das Mysterium bewohnt. Ein Film, der nicht erklärt, sondern begleitet – eine poetische Meditation über den Zusammenbruch, das Bewusstsein und das stille Geheimnis jenseits des Verstehens.
