UN JARRÓN NO SE ROMPE DOS VECES


UN JARRÓN NO SE ROMPE DOS VECES

Julián Ortiz González, Kuba, 2024, Kurzfilm
BUCH Aria Sánchez | KAMERA Valeria Moraima Berríos | SCHNITT Jaime Carmona Ortiz | TON Lucía Cárdenas | MUSIK Peer Music | MIT Doreen Granados, Andros Perugorría, Joserraul Ortiz, Juanma López
11 min | Farbe, span. OmeU, DCP

Amauris arbeitet unermüdlich an einem kleinen Modell, das sein Haus und sein Geschäft mit seiner Frau Rocío exakt reproduziert. Jede Wand, jedes Möbelstück, jeder Winkel wird mit einer Sorgfalt nachgebildet, die fast einer Obsession gleicht. Es ist ein Versuch, die Welt da draußen zu kontrollieren – oder vielleicht die Welt da drinnen zu bewahren. Während Amauris in seiner Miniaturwirklichkeit lebt, sucht Rocío nach sich selbst: innerhalb ihrer Ehe, außerhalb des Modells. Sie will nicht länger nur ein Teil seiner Konstruktion sein. Zwischen den beiden entfaltet sich ein stiller, schmerzhafter Kampf um Nähe und Freiheit, um das Festhalten und das Loslassen.
Ein kurzer, eindringlicher Film über die unsichtbaren Grenzen, die wir in Beziehungen errichten, und über die Frage, ob Liebe bedeuten muss, sich selbst aufzugeben.